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Philosophie der Migration - Bild 1

Philosophie der Migration

Rezensiert in der SZ von Samira El Ouassil

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Details

Auflage
1. Auflage
Autor/en
Donatella Di Cesare, Daniel Creutz
Erscheinungstermin
10.08.2021
ISBN
9783751803175
Seitenzahl
343
Verlag / Label
Matthes & Seitz Berlin

Beschreibung

Im neuen Zeitalter der Mauern und Grenzen, in einer mit Internierungslagern für Flüchtlinge übersäten Welt, spricht sich Di Cesare für eine Politik der Gastfreundschaft aus, die sich auf eine Loslösung vom eigenen Wohnort gründet, und umreißt auf diese Weise einen neuen Sinn des Zusammenwohnens in unserer globalisierten Welt.In der immer noch vom Nationalstaat beherrschten politischen Landschaft sind Migranten die Unwillkommenen und werden beschuldigt, fehl am Platz zu sein, anderen ihren Ort streitig zu machen. Es gibt jedoch kein territoriales Recht, das eine Politik der verallgemeinerten Zurückweisung rechtfertigen könnte.Im Rahmen einer Ethik, die auf globale Gerechtigkeit ausgerichtet ist, reflektiert die italienische Philosophin Donatella Di Cesare luzide die grundlegende Bedeutung des Migrierens und stellt erneut ihre Fähigkeit unter Beweis, in Auseinandersetzung mit analytischen und phänomenologischen Ansätzen direkt in das Herz der Frage zu treffen: Wohnen und Migrieren bilden keine Gegensätze, wie der in den Fängen der alten Gespenster von Blut- und Bodenrecht begriffene Gemeinsinn meint. In einem jeden Migranten ist die Figur des »Ansässigen Fremden« zu erkennen, dem wahren Protagonisten dieses Buches.Di Cesare nimmt die Herausforderung an, die von der Migration für jegliches Verständnis von Gemeinschaft ausgeht, und entdeckt dabei Möglichkeiten, das Zusammenwohnen neu zu denken.»Philosophie muss die Welt aus den Angeln heben. Davon ist die italienische Philosophin Donatella Di Cesare überzeugt.« - GERD BRENDEL, Deutschlandfunk Kultur

Donatella Di Cesare: Philosophie der Migration, Süddeutsche Zeitung

Di Cesare ist eine der prominentesten Stimmen unter den Pazifistinnen und Waffengegnern. Ihre Forderung, Konzepte wie Staat oder Nation zu entmystifizieren, ist zwar einleuchtend. Im Lichte gegenwärtiger Ereignisse ist aber einmal mehr unklar, wie sich ihre Ideen umsetzen ließen. Man sollte ihr Denken aber keinesfalls als naiv einstufen. Entgegen der starren Perspektiven von Staaten und Nationen, die ihr Innen und Außen definieren müssen, fordert Di Cesare in ihrer "Philosophie der Migration" ein zeitgemäßes, neues Menschenrecht, das der Realität fragiler und mobiler Lebensumstände des 21. Jahrhunderts entspricht.

Eine ausführliche Rezension von Samira El Ouassil  lesen Sie hier.