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Logbuch eines Schwimmers - Bild 1

Logbuch eines Schwimmers

Rezensiert von Kathleen Hildebrand, Süddeutsche Zeitung

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Details

Autor/en
Roger Deakin, Frank Sievers, Andreas Jandl
Erscheinungstermin
17.11.2015
ISBN
9783957571663
Seitenzahl
387
Verlag / Label
Matthes & Seitz Berlin

Beschreibung

In einer Lebenskrise trifft der britische Abenteurer Roger Deakin einen wilden Entschluss: Er wird alle Gewässer Großbritanniens durchschwimmen, ausgerüstet mit einem dünnen Neoprenanzug und besessen von dem Wunsch, seine Heimat neu zu vermessen - aus der Froschperspektive, die Augen stets nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche. Auf seiner einjährigen Reise durchschwimmt er eiskalte Gebirgsseen ebenso unerschrocken wie vedreckte Bewässerungsgräben und wilde Flussläufe,begegnet Lachsen in Somerset, Aalen in den Sümpfen Ostenglands und Schwimmern in den Hamstead Ponds. Was als gelebter Traum vom Schwimmen beginnt, nimmt in seinen faszinierenden Beschreibungen selbst bald traumhafte Züge an. So wird das Logbuch eines Schwimmers zum Selbstportrait eines außergewöhnlichen Mannes, das sich auch als politisches Manifest gegen die Privatisierung von Gewässern und Natur lesen lässt.

Rezensiert von Kathleen Hildebrand, Süddeutsche Zeitung

Schwimmen Sie hier lang

Wer die tiefe Sehnsucht nach dem Wasser kennt, nach dem Eintauchen, dem Verschwinden in diesem Element, das dem Menschen fremd ist und lebensnotwendig zugleich, wird das exzentrische Projekt von Roger Deakin sofort nachmachen wollen. Der englische Autor und Umweltschützer zog eines Tages Bahnen im Wassergraben hinter seinem Landhaus und beschloss dort im grünen Wasser, die britischen Inseln zu durchschwimmen. Sein Buch ist eine Sammlung von Ortsbeschwimmungen und ein Klassiker des „Nature Writing“. Deakin steigt in Flüsse, Seen, mythisch aufgeladene Quellen, in Buchten, in die offene See. Er erzählt die Geschichte der Gewässer und ihrer Bewohner, ob Mensch, ob Aal, ob Otter und bei aller Mystik tritt auch das Politische, das Subversive des wilden Schwimmens zu Tage – nicht auf einen Pool zu warten oder auf die Erlaubnis eines Stegs, der ins Wasser führt. Sondern einfach hineinzuspringen.