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August Macke: Bild "Staudacherhaus in Tegernsee" (1910), schwarze Rahmung - Bild 1

August Macke: Bild "Staudacherhaus in Tegernsee" (1910), schwarze Rahmung

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Beschreibung

Die Originalvorlage wurde im aufwändigen Verfahren im FineArt-Giclée Verfahren direkt auf eine Künstlerleinwand aus 100% Baumwolle aufgebracht, mit Künstlerfirnis versiegelt und auf einem Massivholzkeilrahmen aufgespannt. 

Limitierte Auflage insgesamt 980 Exemplare mit rückseitig aufgebrachtem, nummeriertem Zertifikat. Format 73 x 70 cm (H/B).

Gerahmt in Schwarz matt mit Münchner Silber.

Original: Öl auf Leinwand, 41,5 × 40 cm. Mülheim an der Ruhr

Kann man Bayern liebevoller beschreiben als dies der Schriftsteller Wilhelm Schmidtbonn tut, um August Macke und seine junge Frau Elisabeth an den Tegernsee zu locken: „Also, setzt Euch auf den Zug, Ihr kommt in ein Märchen hinein!“
Wer braucht noch Paris, wenn man nach Bayern fahren kann? Gesagt, getan. Es wird der Tegernsee. Was für eine glückliche Wahl!
Für Macke soll dieser einjährige Ausflug nach Bayern eine produktive Zeit werden.
Rund 200 Gemälde entstehen hier. Für die Welt ist es das wahre Debüt eines jungen Künstlers, der – vereinfacht gesagt – die Heiterkeit in die Malerei brachte. Ein gelbes Haus, seine tannengrünen Fensterläden sind einladend geöffnet. Ein Sprossenfenster kündet von einer Zeit, in der das Haus errichtet wurde und durchgängige Fenstergläser ein Luxus waren. Davor: Blumenkästen. Ein steiles Dach, auf dem der Winterschnee nicht haften bleibt, der es zum Einsturz bringen könnte. Linkerhand der opulente Balkon des Hauses, auch er der Sonne zugewandt. Macke wird seine Frau Elisabeth auf diesem logenartigen Balkon malen. Ein schmaler Weg führt den Hügel hoch zum Haus. Einladend ist es. Seine Mauern sind in ein warmes Spätnachmittagslicht getaucht, das an die Toskana erinnert. Im Hintergrund die Andeutung eines Berges.
„Tegernsee, Kerl, Mittags sitzen wir hier auf dem Balkon, trinken Kaffee, essen zu Mittag und schwitzen. Die Sonne brennt wie im Hochsommer, dabei ein halber Meter Schnee. Nachmittags rodeln. Arbeiten tu ich wie ein Pferd und kann nie aufhören. Es ist etwas Herrliches in dieser Gebirgsluft“, schreibt August Macke in einem Brief.
Zu diesem Zeitpunkt hält sich die Familie bereits einige Monate in Tegernsee auf, zunächst in der Villa Brand und dann im Haus des Schreiners Staudacher. Es ist ein solides Bauernhaus, das dem harten bayerischen Winter trotzt, gebaut für Familien, beschirmt, beschattet und behütet von den üppigen Kronen dreier Bäume. Ein Haus, in dem man glücklich sein kann. Macke und seine Frau Elisabeth genießen die Abgeschiedenheit, die unverfälschten Blicke und zahllosen Motive, die der See und die Landschaft vermitteln. Mackes unverwechselbarer Beitrag zur Kunst der Moderne gewinnt hier Form und Charakter. Und seine Bilder strahlen eine Daseinsfreude aus, die ansteckend ist.

Susanne Guidera