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Marg Moll: Skulptur "Stehende"

1929, Reduktion in Bronze

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Sie war Schülerin des großen Henri Matisse und eine der ersten, wenn nicht die erste deutsche Bildhauerin von Rang. Im Dritten Reich als "entartet" diffamiert, überlebten manche ihrer frühen Arbeiten Nazizeit und Krieg nur durch Zufall.

Aus Trauer über ihre vielen verschollenen Arbeiten hatte Moll Ende der 1940er Jahre versucht, zwei ihrer Werke aus den 1920er Jahren nochmals zu fertigen. Ihre Bronze "Stehende" beweist die kraftvolle und gleichzeitig sinnlich-konzentrierte Gestaltungskraft der Künstlerin.

Die Form wurde direkt vom Original abgenommen und verkleinert (Reduktion). Skulptur in feiner Bronze, von Hand im Wachsausschmelzverfahren gegossen und patiniert. Limitierte Auflage 199 Exemplare, einzeln nummeriert und signiert, sowie mit Gießereipunze versehen. Format 6,5 x 34 x 6 cm. Gewicht 1,4 kg.
(1884-1977), deutsche Bildhauerin, Malerin, Autorin

Porträt der Künstlerin Marg MollMarg Moll gilt als die einzige deutsche Bildhauerschülerin des französischen Fauve-Künstlers Henri Matisse. Von ihm übernahm die Städel-Absolventin das Konzept des Gleichgewichts eines Körpers und des Zusammenfassens von Details - der Beginn der Abstraktion. Moll widmete sich früh dem Gebiet der Skulptur und schuf ihre ersten plastischen Werke lange vor Käthe Kollwitz. Damit ist sie außerdem die erste Bildhauerin der Klassischen Moderne.

Während der Nazi-Zeit galten ihre Werke als entartet. Viele gingen verloren. 1969 erhielt Moll den Großen Bundesverdienstorden. Erst 2010 fand man die „Tänzerin“ (1929) aufgrund einer archäologischen Grabung vor dem Roten Rathaus in Berlin wieder.