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Vincent van Gogh: Bild "Kirche von Auvers-sur-Oise"

1890 im Rahmen

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Maße
62 x 78 cm
Material
Baumwollleinwand; Keilrahmen; Echtholzrahmung
Es sollte eine unglaublich intensive Schaffensperiode Vincent van Goghs werden in den siebzig Tagen seines Aufenthalts in der L’Auberge Ravoux in Auvers-sur-Oise. Van Gogh schuf in der Zeit rund achtzig Gemälde, darunter auch einige seiner berühmten Zypressenbilder. In dem von Paris gut dreißig Kilometer entfernten Ort suchte van Gogh den Arzt und Kunstfreund Paul-Ferdinand Gachet auf. Gachet war mit den Pariser Künstlern der Zeit gut bekannt und schien seinem Bruder Theo geeignet, seine psychische Erkrankung behandeln zu können. Letztlich konnte er aber nicht verhindern, dass der 37-Jährige an einer selbst beigebrachten Schussverletzung am 29. Juli 1890 starb. Seine letzten Gemälde sind stark farbig und von gefühlsmäßiger Formgebung geprägt - damit bereitet van Gogh den Weg der Fauves und des Expressionismus.

"Kirche von Auvers-sur-Oise": Die frühgotische Kirche mit ihren romanischen Kapellen ist eines der letzten Motive Vincent van Goghs. Sie ragt monumental vor dem leeren, dunkelblauen Himmel. Nicht perspektivisch korrekt, sondern um ihrer selbst Willen. Sie steht an einer Weggabelung.
Original: Öl auf Leinwand. Musée d‘Orsay, Paris.

Brillante Wiedergabe im Fine Art Giclée-Verfahren, Künstlerleinwand, 100% Baumwolle, auf Keilrahmen. In handgearbeiteter goldener Echtholzrahmung. Limitierte Auflage 499 Exemplare, mit rückseitiger Nummerierung und Zertifikat. Format 62 x 78 cm.


Vincent van Gogh - Vorreiter des Expressionismus (1853-1890)

Vincent van Gogh„Dieser Mann wird entweder verrückt oder er lässt uns alle weit hinter sich“, prophezeite bereits Camille Pissarro über den 1853 als Sohn eines Pfarrers geborenen Vincent van Gogh. Und tatsächlich sollte der Niederländer zum Wegbereiter der Moderne werden, der mit seinen geschwungenen Linien und leuchtenden Farben den Expressionismus einleitete. Während van Gogh zu Lebzeiten für seine Bilder kaum das Geld für Farbe und Leinwand bekam und auf die Untersützung seines Bruders Theo angewiesen war, erzielen seine Werke heute regelmäßig meist zweistellige Millionenbeträge auf spektakulären Auktionen.

Van Gogh (1853-1890) stammt aus einer protestantischen Pastorenfamilie in Groot-Zundert in Brabant. Mit der Kunst kam er zuerst in Kontakt durch einen Onkel, der Kunsthändler war. Zunächst arbeitete van Gogh in Filialen der Galerie Goupil in Den Haag, London und Paris, aber auch als Hauslehrer in England und als Methodistenprediger. Als Prediger im Bergarbeitergebiet Boringe begann er erstmals zu zeichnen. Wenige Monate besuchte er anschließend die Brüsseler Akademie, bildete sich aber hauptsächlich als Autodidakt weiter.

Seine ersten Ölbilder stellen arme Bauern und Arbeiter dar. Diese Bilder sind sehr dunkel und mit einfachen, breiten Linien gemalt. Über Antwerpen, wo er drei Monate blieb und die Leichtigkeit und Eleganz japanischer Farbholzschnitte kennen lernte, kam er nach Paris. Hier entdeckte er die Sonne und die hellen Farben. Er studierte die Impressionisten, Pointillisten und frühen Symbolisten und malte Großstadtbilder, Landschaften und Portraits.
Mehr Licht und Freiheit suchend, ging er 1888 nach Arles in Südfrankreich, wohin ihm sein Freund Paul Gauguin folgte. Van Gogh plante, dort eine Künstlerkommune zu gründen und alle seine Malerfreunde einzuladen, um mit ihm zu leben und zu arbeiten, doch der Plan scheiterte. Nach einer dramatischen Auseinandersetzung mit Gauguin, bei der sich van Gogh selbst am Ohr verletzte, musste er sich mit überreizten Nerven mehrmals länger ins Krankenhaus begeben. Diese Krisen sollten sich später noch verstärken und führten später zu seinem Selbstmord.

In der Zeit in Arles entstanden die berühmtesten Bilder van Goghs. Alle Leuchtkraft der Sonne ist in ihnen; Felder, Bäume und Wolken sprechen in eindrucksvoller Sprache von der Gewalt der Natur. Uns heutigen Betrachtern ist kaum vorstellbar, welche Kraft nötig gewesen sein mag, der persönlichen psychischen Not solche lebensfrohen Meisterwerke abzuringen. Es bleibt van Goghs Geheimnis – und es bleibt bis heute das Geheimnis seines Spätwerks.