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Claude Monet: Bild „Landschaft auf Saint-Martin“ (1881)

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Farbbrillantes Fine Art Giclée auf Künstlerleinwand auf Keilrahmen. Gerahmt in weiß-goldener Massivholzrahmung. Limitiert auf 980 Exemplare, mit Zertifikat.
Format ca. 76,5 x 64 cm (H/B).
 

Bis 31.08.2020 für SZ-Leserinnen zum Sonderpreis zum 75. Jubiläum (Ab 01.09.2020: 398 €)

Von der Normandie über Paris, Argenteuil, London, an die Riviera, die Atlantikküste, bis hin zu seinem mythischen Garten in Giverny … Nicht Sehenswürdigkeiten interessierten Claude Monet in seiner Malerei, sondern das Sehenswürdige: die Schönheit der Atmosphäre, einer Landschaft, eines Stadtbilds, des geradezu atmenden Lichts und nicht zuletzt der Aura, die einen Ort umhüllt und die ihn unvergesslich macht. Monets Bilder sprechen immer intensiv mit dem Betrachter, das Auge ruht sich in ihnen aus, mehr als die reale Ansicht es je vermöchte.
Warum ist das so? Entstanden im Jahr 1881 fällt „Landschaft auf Saint-Martin“ in eine Zeit, in welcher der in seiner Jugend notorisch finanziell klamme, inzwischen 41-jährige Claude Monet Unterstützung durch den Kunsthändler Paul Durand-Ruel erhielt, der ihm Bilder abkaufte und auch seine Reisen an die normannische Küste mitfinanzierte.
Das Sommerbild der Île Saint-Martin ist ein für Monet und letztlich auch für den Impressionismus typisches Freilichtbild und spielt mit all seinen Elementen mit der Leichtigkeit des Augenblicks. Ist es die Weichheit des Pinselstrichs, der andeutet, man könne genau jetzt, genau diesen Weg auf der Île de Saint-Martin entlanglaufen und in der Sommerhitze die Hände über die zarten Blüten am Wegesrand streifen lassen? Ist es der schmale Weg, der allein schon dazu einlädt, zu entdecken, ob es im Dorf an seinem Ende eine Wirtschaft gäbe, in der man sich niederlassen und bei einem kühlen Getränk den Tag verstreichen lassen könnte?
Oder sind es die quasi hingehauchten Cirrus-Streifen am Himmel, Wolken also, die einen Wetterwechsel ankündigen?
Es ist ein Augenblick, ein Moment, der ganz dem Landschaftsmaler gehört und den er mit dem Betrachter teilt. Und es ist auch eine Ahnung für so vieles mehr. Schon die Blüten auf dem Feld bleiben im Vielleicht.
Sind es wirklich Mohnblüten, die da im Weizenfeld so üppig gedeihen? Die Blätter der Büsche und Bäume sind mehr eine Andeutung. Dicht sind sie, fast undurchdringlich und in all ihren Schattierungen von Grün eine Freude und Wohltat für das Auge. Fast meint man, den Sommerhauch zu riechen, der durch sie streift.
Der Kirchturm in der Ferne und die hügelige Landschaft bilden einen prachtvollen Rahmen und sind doch nicht so detailliert, dass man das Interesse an ihnen verlöre. Ein  Naturarrangement, ein lieblicher, aber niemals kitschiger Moment, der verzaubert und Sehnsucht auslöst.
Monet liefert in seinen Bildern immer auch einen Sehnsuchtsort, eine Projektion, der man sich auch heute nur allzu gern hingibt. Dass dieser Ort eine Insel ist, macht ihn nur noch reizvoller.
„Ich weiß nur, dass ich im Hinblick auf die Natur alles tue, was in meiner Macht steht, um wiederzugeben, was ich empfinde, und dass ich meistens, wenn ich versuche, das wiederzugeben, was ich fühle, die grundlegenden Regeln der Malerei, sollten sie überhaupt existieren, vollkommen vergesse“, sagte Monet einmal. So ist auch „Landschaft auf Saint-Martin“ eine individuelle Interpretation von Farben, die Atmosphäre erzeugen und für Augenblicke, die unvergesslich bleiben. Als Betrachter möchte man sich mit Claude Monet an genau diesen Ort stellen, dem Wind und den Vögeln und genüsslich der Zeit beim Vergehen lauschen.
Susanne Guidera