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Gustav Klimt: Bild "Dame mit Fächer"

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Format
ca. 77 x 77 cm (B/H)

Die "Dame mit Fächer" gehört zu den beiden letzten Gemälden Klimts. Das Bild stand noch auf der Staffelei des Künstlers in seinem Atelier, als Klimt verstarb. 1994 erzielte es über 10 Millionen US-Dollar bei einer Versteigerung.

Es gehört zu Klimts "Goldenem Stil". Durch byzantinische Mosaiken inspiriert, fügte er ornamentale Farbflächen in ein goldenes Bett wie gefasste Edelsteine. Seine Körperdarstellungen besitzen eine subtile Erotik, deren Gestalten sich auflösen in ornamentalen, aber auch geometrischen Farbflächen. Die "Dame mit Fächer" trägt ein weites, kimonoartiges Kleid, das Motive eines chinesischen Drachengewandes zieren. Den Hintergrund überziehen asiatische Motive. Hinter dem Kopf der "Wally" ist ein Phoenix zu erkennen, dessen Schwanzfedern wie eine Verlängerung der Frisur wirken, daneben ein Reiher oder Kranich und Lotosblüten.

Der Phoenix ist ein Symbol für Unsterblichkeit und Wiedergeburt. In China steht er für Glück und Treue, genauso wie der Reiher, der Kranich steht für ein glückliches, hohes Alter. Die Lotosblüten können in der chinesischen Tradition als Symbol der Liebe und der glücklichen Ehe gedeutet werden, im Buddhismus stehen sie für die Lehren Buddhas und sind allgemein ein Symbol der Reinheit.

Gemälde als brillante Wiedergabe im Fine Art Giclée-Verfahren auf Künstlerleinwand aus 100% Baumwolle, auf Keilrahmen. Limitierte Auflage 499 Exemplare. Manufaktur-Echtholzrahmung mit Leistenoberfläche in Passauer Platin. Format ca. 77 x 77 cm (B/H).

Gustav Klimt, 1862-1918, österreichischer Maler, berühmter Vertreter des Wiener Jugendstils

Porträt des Künstlers Gustav KlimtAls Gustav Klimt (1862-1918) schon längst ein renommierter Künstler war, den Jugendstil der Wiener Ringstrasse durch seine Wandgemälde entscheidend geprägte hatte und Mitbegründer der Wiener Secession war, entstand sein „Goldener Stil“. Durch byzantinische Mosaiken inspiriert, fügte er ornamentale Farbflächen in ein goldenes Bett wie gefasste Edelsteine. In seinen Bildprogrammen beschreibt Klimt den Lebensweg des Menschen, der, durch die Triebe negativ beeinflusst, seine Erlösung in dem Kuss findet. Die Körperdarstellungen besitzen eine subtile Erotik, gleichwohl deren Gestalten sich auflösen in ornamentalen, geometrischen Farbflächen. Dieses Stilprinzip wendet er nicht nur an für seine Paardarstellungen, sondern auch bei den Porträts reicher Damen und den Landschaftsbildern. Dieser flächige Stil ist heute Inbegriff für die intensivfarbige Kunst Klimts, die sein Werk aber erst ab 1905 charakterisiert.

Der Sohn eines Graveurs erlernte sein Handwerk an der Wiener Kunstgewerbeschule. Noch auf der Suche nach einem eigenen Ausdruck, ist sein frühes Werk geprägt von dem Historismus Hans Makarts, dem Künstlerfürsten der Donaumonarchie des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Eine Künstlergemeinschaft mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch bildend, erhielten die jungen Maler zahlreiche Aufträge für die Ausgestaltung der neuen Gebäude an der Wiener Ringstraße. Die Treppenhäuser des Wiener Burgtheaters oder des Kunsthistorischen Museums legen Zeugnis von dem historistischen Stil dieses Gemeinschaftsateliers ab.

Wie so viele junge und aufgeschlossene Künstler des Fin de Siècle wandte sich auch Gustav Klimt Ende der 1890er Jahre von der akademischen Tradition ab. Er gründete 1897 mit anderen Künstlern die „Wiener Secession“, der er bis zu seinem Austritt 1905 als Präsident vorstand. Das eigene Ausstellungsgebäude der Secession ist auch heute noch Ort und Tempel für die neue junge Kunst.